Berlins Gotteshäuser im Überblick
Berlins Kirchen lassen sich in drei Gruppen einteilen. Die ältesten, aus gotischem Backstein, stammen aus dem Mittelalter: die Marienkirche und die Nikolaikirche. Dann folgen die großen preußischen Kirchen von der Zeit Friedrichs II. bis zum 19. Jahrhundert: die St.-Hedwigs-Kathedrale, die Kirchen am Gendarmenmarkt, der evangelische Dom. Schließlich die vom Krieg gezeichneten Orte: die Gedächtniskirche, eine bewahrte Ruine, oder die Synagoge in der Oranienburger Straße, zerstört und dann teilweise wiederaufgebaut.
Die meisten dieser Kirchen sind evangelisch, doch die Stadt hat auch eine katholische Kathedrale und seit den 2000er-Jahren eine große Moschee im osmanischen Stil. Fast alle Orte der Liste liegen im Zentrum, in Gehweite; nur die Moschee und die Gedächtniskirche erfordern eine Fahrt mit dem Nahverkehr.
Die fünf Gotteshäuser im Zentrum
Der Berliner Dom, die kaiserliche Kirche
Der Berliner Dom ist die größte evangelische Kirche Deutschlands. Er stammt von 1905, mit seinen vier Türmen und der grünen Kuppel, und wird mit einem Ticket für 15 € besichtigt, das Kirche, Hohenzollerngruft, Museum und Kuppelumgang umfasst. Es ist der umfassendste Besuch und der einzige dieser Liste mit Panoramablick von oben. Trotz seines Namens ist er kein Bischofssitz.
Die St.-Hedwigs-Kathedrale, weiße Ruhe

Nur wenige Schritte entfernt, am Bebelplatz, ist die St.-Hedwigs-Kathedrale die Kirche der Berliner Katholiken. Friedrich II. ließ sie ab 1747 auf rundem Grundriss nach dem Vorbild des Pantheons bauen. Nach Jahren der Bauarbeiten Ende 2024 wiedereröffnet, bietet sie einen weißen, reduzierten Innenraum, der sich stark vom überladenen Dekor barocker Kirchen unterscheidet. Der Eintritt ist frei, die Kathedrale ist von 11 bis 18 Uhr geöffnet (sonntags ab 13 Uhr, freitags bis 20 Uhr). In der Krypta ruht Bernhard Lichtenberg, Dompropst der Kathedrale, der 1943 starb, nachdem er sich der Judenverfolgung widersetzt hatte.
Die Marienkirche, die älteste Berlins

Die Marienkirche steht am Fuß des Fernsehturms auf dem Platz am Alexanderplatz. Sie ist die älteste noch für Gottesdienste genutzte Berliner Kirche, mit Ursprüngen im 13. Jahrhundert. Sie ist kostenlos und täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Man kommt wegen ihres „Totentanzes“ vom Ende des 15. Jahrhunderts in der Turmhalle und wegen der Barockkanzel von Andreas Schlüter. Die benachbarte Nikolaikirche im Nikolaiviertel ist kein Gotteshaus mehr: Sie ist das Museum der Kirche und der Stadt im Mittelalter, täglich von 10 bis 18 Uhr für 7 € geöffnet.
Der Gendarmenmarkt und seine zwei Kirchen
Auf dem Gendarmenmarkt stehen sich der Deutsche Dom und der Französische Dom beiderseits des Konzerthauses gegenüber. Der Französische Dom, für die Hugenottengemeinde gebaut, beherbergt ein Hugenottenmuseum und eine Aussichtsplattform in 40 Metern Höhe (8 €). Im Deutschen Dom läuft eine kostenlose Bundestagsausstellung zur Geschichte des Parlamentarismus, dienstags bis sonntags geöffnet.
Die Neue Synagoge, die goldene Kuppel
Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße wurde zwischen 1859 und 1866 im maurischen Stil gebaut. Nur die Fassade und die goldene Kuppel sind wiederaufgebaut, und das Centrum Judaicum zeigt dort die Geschichte der Berliner jüdischen Gemeinde. Sie ist samstags geschlossen, der Eintritt kostet 7 €, und am Eingang findet eine Sicherheitskontrolle statt. Für den Zusammenhang lesen Sie unsere Route durch das jüdische Berlin.
Zwei Orte für sich: die Gedächtniskirche und die Şehitlik-Moschee
Die Gedächtniskirche, die gewollte Ruine
Im Westen der Stadt wurde die Gedächtniskirche am Breitscheidplatz nach den Bombenangriffen von 1943 als Ruine bewahrt, um an den Krieg zu erinnern. Daneben ist die neue Kirche mit ihren blauen Glasfenstern täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet und kostenlos. Die Gedenkhalle in der Ruine ist seit dem 29. August 2026 wegen Bauarbeiten geschlossen, ein Wiedereröffnungstermin ist nicht angekündigt.
Die Şehitlik-Moschee, im Süden
Die Şehitlik-Moschee in Neukölln ist eine der größten Moscheen Berlins. In den 2000er-Jahren im klassischen osmanischen Stil gebaut, liegt sie neben einem alten türkischen Friedhof. Sie kann außerhalb der Gebetszeiten besichtigt werden, in Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt; informieren Sie sich vorab.
Übersicht zum Vergleichen
| Ort | Viertel | Preis | Öffnungszeiten |
|---|---|---|---|
| Berliner Dom | Museumsinsel | 15 € | Montag-Samstag 9-18 Uhr, Sonntag 12-18 Uhr |
| St.-Hedwigs-Kathedrale | Bebelplatz, Mitte | Kostenlos | 11-18 Uhr (freitags bis 20 Uhr, sonntags ab 13 Uhr) |
| Marienkirche | Alexanderplatz | Kostenlos | Täglich 10-18 Uhr |
| Neue Synagoge | Spandauer Vorstadt | 7 € | Samstag geschlossen |
| Französischer Dom (Turm) | Gendarmenmarkt | 8 € | Je nach Jahreszeit |
| Gedächtniskirche (neue Kirche) | Charlottenburg | Kostenlos | Täglich 10-18 Uhr |
Tipps für einen guten Besuch
- Kleidung und Respekt: Es sind aktive Gotteshäuser. Meiden Sie Besuche während der Gottesdienste, sprechen Sie leise und bedecken Sie in der Moschee die Schultern.
- Öffnungszeiten: Kirchen schließen oder beschränken den Zugang während Gottesdiensten und Konzerten, vor allem sonntags. Samstag ist der Schließtag der Synagoge.
- Sicherheit: In der Neuen Synagoge findet eine Kontrolle mit Metalldetektor statt; lassen Sie große Taschen im Hotel.
- Besuche bündeln: Die drei Orte um Unter den Linden und Alexanderplatz passen in einen Vormittag zu Fuß. Unser Führer zu Mitte schlägt die Route vor.
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Nach den Gotteshäusern geht es weiter mit dem Berliner Dom und der Museumsinsel, dann mit unseren Führern Berlin an einem Tag und Nahverkehr in Berlin, um zur Moschee und zur Gedächtniskirche zu gelangen.






