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Schloss Köpenick: der Barockbau am Wasser und die Altstadt
Schloss Köpenick: der Barockbau am Wasser und die Altstadt
Schloss Köpenick: der Barockbau am Wasser und die Altstadt

Schloss Köpenick: der Barockbau am Wasser und die Altstadt

Aktualisiert am 5. Oktober 2026

Schloss Köpenick steht auf einer Insel in der Dahme im Südosten Berlins und ist per S-Bahn aus dem Zentrum erreichbar. Der Barockbau beherbergt seit 1963 eine Zweigstelle des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin, die sich Interieurs der Renaissance, des Barock und des Rokoko widmet. Der Park rund um das Schloss ist frei zugänglich; für die Räume braucht man ein Ticket. Die folgenden Öffnungszeiten und Preise wurden im Oktober 2026 auf den Websites der Staatlichen Museen und von visitBerlin geprüft. Das heutige Gebäude ersetzt ein Renaissance-Jagdschloss, das Kurfürst Joachim II. 1558 auf den Fundamenten einer älteren slawischen Befestigung errichten ließ. Ab 1677 wurde es für den Kronprinzen Friedrich, den späteren Friedrich I. von Preußen, im Barockstil umgebaut. In Köpenick tagte 1730 auch das Kriegsgericht, das über den jungen Kronprinzen Friedrich (den späteren Friedrich II.) und seinen Freund Hans Hermann von Katte nach ihrem Fluchtversuch urteilte.

Highlights

Das Schloss vom Wasser aus

Das Schloss vom Wasser aus

Die Barockfassade mit hellen Wänden und rotem Ziegeldach sieht man am besten vom Ufer der Dahme, wenn man aus der Altstadt kommt. Die Insel ist durch einen Flussarm vom Köpenicker Zentrum getrennt, der Park rundherum lädt das ganze Jahr zum Spazieren ein. Konzerte und Veranstaltungen im Schloss und auf der Insel werden auf der Website des Schlosses angekündigt.

Die Prunkräume des Kunstgewerbemuseums

Die Prunkräume des Kunstgewerbemuseums

Der Rundgang „RoomArt“, nach dem Umbau von 2004 wiedereröffnet, zeigt Kunsthandwerk des 16. bis 18. Jahrhunderts in restaurierten Räumen: Täfelungen, Porzellan, Silber und Möbel. Zu den von visitBerlin genannten Stücken zählen das Wiesentheider Spiegelkabinett (1724-1725), ein Lackkabinett mit chinesischen Szenen aus Turin (um 1740-1750), das Silberbuffet Friedrichs I. aus dem Berliner Stadtschloss und der Wappensaal mit königlichem Porzellan. Außerdem sind vier komplette Räume aus Schweizer Schlössern wiederaufgebaut.

Die Altstadt und das Rathaus

Die Altstadt und das Rathaus

Köpenicks Altstadt liegt auf einer Halbinsel zwischen Dahme und Spree: Kopfsteinpflaster, niedrige Häuser und kleine Cafés, wenige Gehminuten vom Schloss entfernt. Das 1904 fertiggestellte Rathaus aus Backstein im brandenburgischen Stil der Gotik verdankt seinen Ruhm der „Köpenickiade“: 1906 nahm der als Hauptmann verkleidete Schuhmacher Wilhelm Voigt hier mit einigen Soldaten die Stadtkasse an sich. Eine Bronzestatue des Hauptmanns begrüßt die Besucher am Eingang, eine Ausstellung erzählt die Geschichte im ehemaligen Kassenraum.

Vom Schloss zum Müggelsee

Köpenick ist das Tor zum Berlin der Seen und Wälder. Vom Bahnhof fährt die S3 weiter nach Friedrichshagen und Rahnsdorf am Müggelsee, dem größten See der Stadt, umgeben von Wald. Ein Vormittag im Schloss lässt sich leicht mit einem Bad oder einem Spaziergang am Nachmittag verbinden; lesen Sie dazu unseren Guide zu Treptow und Köpenick.

Praktische Infos

Tipps

Das Schloss ist nicht täglich geöffnet: Im Oktober 2026 gilt der Winterfahrplan (Oktober bis März) von Donnerstag bis Sonntag, 11-17 Uhr; von April bis September Mittwoch bis Freitag 11-17 Uhr und am Wochenende 11-18 Uhr. Das ganze Jahr montags geschlossen. Regulärer Eintritt 8 €, ermäßigt 4 €, frei für unter 18-Jährige. Die Berlin WelcomeCard bringt eine Ermäßigung (siehe unseren Guide zur Berlin WelcomeCard); der Museumspass gewährt Eintritt. Prüfen Sie die Zeiten vor dem Besuch: Sie ändern sich manchmal wegen Bauarbeiten oder Veranstaltungen. Planen Sie 1 Stunde für die Räume ein, 2 bis 3 Stunden mit der Altstadt.

Anfahrt

Schloßinsel 1, 12557 Berlin. S-Bahn S3 bis zum Bahnhof Köpenick, dann mit der Tram bis Schloßplatz Köpenick (Linien 27, 60, 61, 62, 63, 67 und 68 laut visitBerlin), rund 2 Gehminuten vom Schloss. Man kann auch in Spindlersfeld (S47) aussteigen und an der Spree entlanggehen. Zu Fahrkarten und Tarifzonen siehe unseren Guide zum Nahverkehr in Berlin. Zum Weiterreisen: der Spreepark und der Treptower Park liegen weiter westlich an der Spree.

Öffnungszeiten

Ideal: Ein Wochenende im Frühling oder Sommer
Oktober bis März: Donnerstag bis Sonntag 11-17 Uhr. April bis September: Mittwoch bis Freitag 11-17 Uhr, Samstag und Sonntag 11-18 Uhr. Montag und Dienstag geschlossen (im Winter auch Mittwoch).

Unsere Reiseführer dazu

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