Spreepark: Berlins verlassener Freizeitpark, Führungen und Anfahrt
Der Spreepark ist der ehemalige Vergnügungspark der DDR, versteckt im Plänterwald an der Spree neben dem Treptower Park. 2001 aufgegeben, lag er fünfzehn Jahre brach, bevor er zu einem Park für Kunst, Kultur und Natur umgebaut wurde. Ende 2026 ist er noch nicht für die Öffentlichkeit geöffnet: Die Bauarbeiten laufen, die Wiedereröffnung mit dem 45 Meter hohen Riesenrad ist für das Frühjahr 2027 angekündigt. Schon jetzt lässt er sich bei Führungen und auf einem Spaziergang am Ufer bis zum Eierhäuschen entdecken. Informationen vom Oktober 2026 von visitBerlin, der Website des Spreeparks und der des Art Space. Die Geschichte des Ortes ist die eines Freizeitparks wie kein anderer. Der Kulturpark Plänterwald eröffnete 1969 und war laut Website des Spreeparks der einzige dauerhafte Vergnügungspark der DDR; er taucht im DEFA-Film „Spuk unterm Riesenrad“ (1979) auf. Nach dem Mauerfall wurde er zum Spreepark, den ein privater Betreiber bis zur Schließung 2001 führte. Seit 2016 läuft ein großes Umbauprojekt gemeinsam mit den Anwohnern.
Highlights

Der Park von oben
Diese Luftaufnahme von 2017 zeigt, was Besucher erwartet: das Riesenrad zwischen den Bäumen, Wege, ein Wasserbecken und ringsum viel Wald. Das Gelände liegt im Plänterwald, einem Wald am Südufer der Spree, südöstlich des Treptower Parks.

Das Riesenrad
Mit 45 Metern ist es das Wahrzeichen des Parks und weithin sichtbar. Nach zwanzig Jahren Stillstand wurde es instand gesetzt: Laut visitBerlin soll es im Frühjahr 2027 nach Sicherheitsprüfungen und dem Einbau neuer Gondeln wieder fahren. Weitere Überreste des alten Parks, etwa das englische Dorf und die Freilichtbühne, werden restauriert. Das Foto von 2013 zeigt das Rad, als es noch verlassen war.
Die Baustellenführungen
Kostenlose Führungen über das Gelände werden ab April 2026 angeboten: Sie beginnen am Baustelleneingang an der Ecke Kiehnwerderallee und Dammweg (Kiehnwerderallee 1-3) und enden am Eierhäuschen. Die Termine stehen im Veranstaltungskalender des Spreeparks und sind oft schnell vergeben: Buchen Sie so früh wie möglich und prüfen Sie die Termine vor der Anreise.
Das Eierhäuschen und der Spreepark Art Space
Das ehemalige Ausflugslokal am Ufer, schon im 19. Jahrhundert von Theodor Fontane erwähnt, wurde 2023 als erste Etappe des Projekts wiedereröffnet. Es beherbergt ein Restaurant, Künstlerresidenzen sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsräume. Der Spreepark Art Space bietet jeden Monat eine Führung an. Ein Solarschiff der Stern und Kreisschifffahrt legt auf seiner „Grünen Spreefahrt“ am Anleger beim Eierhäuschen an.
Praktische Infos
Tipps
Kommen Sie nicht in der Erwartung, einfach in den Park zu spazieren: Das unbefugte Betreten der Baustelle ist verboten, und die alten „Lost-Places“-Geschichten sind überholt. Nehmen Sie an einer Führung teil oder besuchen Sie das Eierhäuschen. Nach der Wiedereröffnung wird Eintritt erhoben; Preise und Öffnungszeiten waren im Oktober 2026 noch nicht veröffentlicht. Schauen Sie vor der Anreise auf die Website des Spreeparks. Verbinden Sie den Besuch mit dem benachbarten Treptower Park, wo auch die Insel der Jugend und das Sowjetische Ehrenmal einen Besuch lohnen.
Anfahrt
Kiehnwerderallee 1-3, 12437 Berlin (Baustelleneingang). S-Bahn Plänterwald, dann zu Fuß in Richtung Spree; man kann auch vom Treptower Park zu Fuß oder mit dem Rad am Ufer entlang kommen. Der Spreepark liegt in dem Bezirk, den unser Guide zu Treptow und Köpenick beschreibt. Zu den Fahrkarten siehe Nahverkehr in Berlin.
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