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Gedenkstätte Plötzensee: die Hinrichtungsstätte des NS-Regimes in Berlin
Gedenkstätte Plötzensee: die Hinrichtungsstätte des NS-Regimes in Berlin

Gedenkstätte Plötzensee: die Hinrichtungsstätte des NS-Regimes in Berlin

Aktualisiert am 9. Oktober 2026

Die Gedenkstätte Plötzensee befindet sich im ehemaligen Gefängnis Plötzensee im Nordwesten Berlins, in der Nähe des Hohenzollernkanals. Unter dem NS-Regime wurde das Gefängnis zu einer Hinrichtungsstätte: Mehr als 2.800 Menschen wurden hier nach Unrechtsurteilen hingerichtet, darunter mehr als 1.400 Deutsche und mehr als 1.400 Menschen aus 19 anderen Nationen. Unter ihnen waren Mitglieder der Roten Kapelle, des Kreisauer Kreises und Verschwörer des 20. Juli 1944. Der ehemalige Hinrichtungsraum ist heute ein Ort des Gedenkens, ergänzt durch eine Ausstellung über die NS-Justiz und den Widerstand. Der Eintritt ist frei. Die Gedenkstätte ist täglich von 9:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Planen Sie ein bis anderthalb Stunden ein: Es ist ein nüchterner, bedrückender Ort, der sich für kleine Kinder nicht eignet.

Highlights

Der ehemalige Hinrichtungsraum

Der ehemalige Hinrichtungsraum

Das kleine Backsteingebäude im hinteren Teil des Hofs beherbergte die Hinrichtungsstätte. Es kann besichtigt werden: Der Raum ist bewusst leer geblieben und erinnert an das, was hier geschah, vor allem nach dem 20. Juli 1944, als mehrere Verschwörer hier hingerichtet wurden.

Die Gedenkmauer

Die Gedenkmauer

Im Hof trägt eine Steinmauer die Inschrift „Zum Gedenken der Opfer der Hitlerdiktatur“. Sie wurde 1952 errichtet und ist jedes Jahr Schauplatz offizieller Gedenkfeiern.

Die Dauerausstellung

Dokumente, Fotos und Abschiedsbriefe von Verurteilten zeigen, wie die NS-Justiz arbeitete, was aus den hingerichteten Widerstandskämpfern wurde und wie die Geschichte der Gedenkstätte selbst verlief. An einem Terminal lassen sich die Biografien der hier getöteten Menschen abrufen; sie werden laufend ergänzt.

Eine Kirche in der Nähe

Ganz in der Nähe setzt die katholische Kirche Maria Regina Martyrum, die in den 1960er-Jahren zu Ehren der Märtyrer des Nationalsozialismus gebaut wurde, den Besuch fort, wenn Sie noch innehalten möchten.

Öffnungszeiten und Barrierefreiheit

Täglich 9:00 bis 17:00 Uhr; geschlossen am 24., 25. und 26. Dezember, am 31. Dezember und am 1. Januar. Eine Rampe und eine barrierefreie Toilette sind vorhanden.

Praktische Infos

Tipps

Der Eintritt ist frei und ohne Ticket (geprüft im Oktober 2026). Der Ort liegt abseits der üblichen Touristenrouten: Rechnen Sie mit 30 bis 40 Minuten Anfahrt aus dem Zentrum und verbinden Sie den Besuch am besten mit einem Tag zur Geschichte des Dritten Reichs, mit der Topographie des Terrors, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand oder, außerhalb der Stadt, der Gedenkstätte Sachsenhausen. Um diese Orte in eine Route einzuordnen, lesen Sie unseren Ratgeber Berlin und der Zweite Weltkrieg. Respektieren Sie den Charakter des Ortes: im Hof leise sein und keine gestellten Fotos machen.

Anfahrt

Hüttigpfad 16, 13627 Berlin (Charlottenburg-Nord). Bus 123, Haltestelle Gedenkstätte Plötzensee, etwa hundert Meter vom Eingang. S-Bahn S41 und S42 (Ringbahn) bis zum Bahnhof Beusselstraße, dann Bus oder zu Fuß. AB-Ticket: siehe unseren Ratgeber Verkehrsmittel in Berlin.

Öffnungszeiten

Ideal: Wochentags vormittags
Montag-Sonntag 09:00-17:00 (geschlossen am 24., 25., 26. und 31. Dezember und am 1. Januar)

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