Stolpersteine in Berlin: die Gedenksteine, wo man sie findet und wie man sie liest
Stolpersteine sind kleine, 10 cm große Messingplatten, die vor der letzten frei gewählten Wohnadresse eines Opfers des Nationalsozialismus ins Pflaster eingelassen sind. Der Künstler Gunter Demnig hat das Projekt begonnen; in Berlin gibt es sie seit 1996, und laut einer Pressequelle vom Mai 2026 sind es inzwischen mehr als 11.000. Sie sind jederzeit frei zugänglich, ohne Ticket. Planen Sie 30 Minuten für eine kurze Runde in Mitte ein, 2 Stunden für einen längeren Spaziergang.
Highlights

Ein Stein, ein Leben
Jede Platte nennt Namen, Geburtsdatum und Schicksal der Person (Deportation, Flucht, Suizid, Ermordung). Beugen Sie sich zum Lesen hinunter: Das ist die Geste, die das Projekt verlangt.

Steingruppen
In Mitte, nahe der Zimmerstraße, erinnern Reihen von Steinen an ein ganzes Haus oder eine Familie. Viertel mit vielen jüdischen Bewohnern vor 1933, etwa Mitte, Schöneberg oder Wilmersdorf, haben die meisten.
Praktische Infos
Tipps
- Auf stolpersteine-berlin.de, der Plattform der Berliner Gruppen, können Sie nach Adresse und Biografie suchen; suchen Sie dort die Straßen nahe Ihrem Hotel, statt einer beliebigen Liste zu folgen. Treten Sie nicht auf die Platten und fotografieren Sie sie nicht respektlos. Für den Zusammenhang lesen Sie Jüdisches Berlin und besuchen Sie das Denkmal für die ermordeten Juden Europas oder das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt. Die Neue Synagoge liegt im selben Viertel.
Anfahrt
Die Steine verteilen sich über die ganze Stadt. Für einen ersten Spaziergang gehen Sie durch die Spandauer Vorstadt (Mitte): S-Bahn Hackescher Markt oder U8 Weinmeisterstraße. Das AB-Ticket gilt für alle Fahrten.
Öffnungszeiten
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