Teufelsberg: die verlassene Abhörstation und ihre Street-Art, Besuch und Anfahrt
Der Teufelsberg ist ein künstlicher Hügel im Westen Berlins, mitten im Grunewald, rund 120 Meter hoch. Er besteht aus den Trümmern von etwa 400 000 im Zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäuden, aufgeschüttet über einer nie vollendeten NS-Wehrtechnischen Fakultät. Im Kalten Krieg bauten die Amerikaner hier eine Abhörstation, deren große weiße Radome die Kommunikation des Ostblocks überwachten. Nach dem Mauerfall aufgegeben, ist die Station heute ein verfallener Besuchsort voller Graffiti und Wandbilder mit einer Panoramaterrasse über der Stadt. Der Eintritt kostet (12 € regulär im Oktober 2026); rechnen Sie mit zwei bis drei Stunden, den Fußweg hinauf eingeschlossen.
Highlights

Die Radome
Die großen weißen Kuppeln beherbergten im Kalten Krieg die Antennen der amerikanischen Abhörstation, an der auch die Briten beteiligt waren. Unter der Hauptkuppel ist die Akustik beeindruckend: Selbst die leiseste Stimme hallt lange nach.

Die Street-Art
Wände, Treppenhäuser und das Innere der Gebäude sind mit Wandbildern und Graffiti von Künstlern aus aller Welt bedeckt, die ständig erneuert werden. Der Ort bezeichnet sich als größte Street-Art-Galerie Europas. Zusätzlich zur klassischen Besichtigung wird eine Führung speziell zur Street-Art angeboten.

Die Panoramaterrasse und die Türme
Treppen führen bis auf die Dächer der Gebäude, von wo der 360°-Blick über den Grunewald, die Havel und bei klarem Wetter bis zu den Türmen der Berliner Mitte reicht. Die Stege sind roh: Bleiben Sie auf den markierten Wegen.
Die Ausstellung „Declassified“
Die Ausstellung zur Geschichte des Ortes, täglich ab 11 Uhr geöffnet, erzählt vom Bau des Hügels, von der Abhörstation und vom Leben auf dem Gelände nach 1989. Eine zweite Ausstellung, „Allied Forces in Berlin“, ist von Donnerstag bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet.
Die Führungen
Es gibt mehrere Führungen, darunter die „Mythos“-Tour, eine Street-Art-Tour und eine Taschenlampen-Tour. Zeiten und Preise der Führungen ändern sich: Prüfen Sie das offizielle Ticketportal auf teufelsberg-berlin.de.
Praktische Infos
Tipps
Preise im Oktober 2026 erhoben: 12 € für Erwachsene, 10 € ermäßigt (Studierende, über 65-Jährige, Menschen mit Behinderung), 5 € bis 17 Jahre, frei unter 7 Jahren, 27 € für das Familienticket (2 Erwachsene und höchstens 2 Kinder). Tickets gibt es online oder an der Kasse vor Ort. Das Gelände ist nicht gesichert: Tragen Sie feste Schuhe, behalten Sie Kinder im Auge und rechnen Sie mit unebenem Boden und Trümmern. Der letzte Einlass ist eine Stunde vor Schließung.
Anfahrt
Teufelsseechaussee 10, 14193 Berlin (Westend). Die nächsten S-Bahnhöfe sind Heerstraße und Grunewald, etwa 2 km entfernt, rund 30 Minuten zu Fuß. Auf dem Gelände gibt es keinen Parkplatz: Zwei kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung, der Parkplatz Teufelsberg vor der Privatstraße und der am Ende der Teufelsseechaussee, etwa 10 Minuten Fußweg über die Privatstraße. Der Teufelsberg lässt sich gut mit einem Spaziergang im Grunewald verbinden; weitere Ausblicke über die Stadt finden Sie in unserer Auswahl der Aussichtspunkte in Berlin.
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