Wie die Tür funktioniert

In Clubs mit Auswahl stellen Sie sich an, dann sieht ein Türsteher Sie ein paar Sekunden lang an und lässt Sie hinein oder nicht. Es gibt weder öffentliche Kriterien noch eine Erklärung. Das Berghain, in einem ehemaligen Heizkraftwerk nahe dem Ostbahnhof, ist der bekannteste Fall; auch Tresor, ://about blank, Sisyphos oder KitKat wenden in unterschiedlichem Maß eine Auswahl oder strenge Regeln an. Viele Clubs lassen dagegen einfach jeden herein, gegebenenfalls nach einer Taschenkontrolle.
Die Tür dient nicht dem Snobismus um seiner selbst willen: Die Clubs wollen einen Raum, in dem alle entspannt tanzen, ohne gefilmt oder belästigt zu werden. Laute Gruppen, stark Betrunkene oder Leute, die den Ort wie eine Touristenattraktion „anschauen“ wollen, werden am häufigsten abgewiesen.
Was Ihre Chancen erhöht
Laut Szeneführern und Berichten von Gästen tauchen diese Tipps immer wieder auf (eine Garantie gibt es nicht):
- Zu zweit oder zu dritt kommen, nicht in einer großen Gruppe.
- Nüchtern ankommen: Sichtbare Trunkenheit ist der meistgenannte Ablehnungsgrund.
- In der Schlange ruhig bleiben: keine Selfies, kein Geschrei, keine Diskussion mit der Tür.
- Wissen, warum Sie kommen: das Programm des Abends, die Musikrichtung.
- Schlicht und bequem anziehen, oft dunkel, als wollten Sie stundenlang tanzen; auf hohe Schuhe, Anzug, Sporttrikots und auffällige Logos verzichten. Manche Clubs, etwa das KitKat, haben einen besonderen Dresscode auf ihrer Website.
- Ausweis dabeihaben (Reisepass oder Personalausweis): Der Zutritt ist Erwachsenen vorbehalten, man kann ihn verlangen.
- Nicht diskutieren: Wer abgewiesen wird, geht ohne Streit und versucht es in derselben Nacht nicht noch einmal.
„Vermittler“, die gegen Geld einen garantierten Einlass versprechen, sind Betrüger (siehe Betrugsmaschen in Berlin).
Keine Fotos: der Aufkleber auf dem Handy

Das Berghain, der Tresor, das ://about blank und andere Clubs verbieten Fotografieren und Filmen im Inneren. Am Eingang klebt das Personal einen Aufkleber über die Kameralinse Ihres Handys. Entfernen Sie ihn nicht und machen Sie keine Fotos: Sie riskieren den sofortigen Rauswurf, sogar ein Hausverbot. Die Regel schützt die Privatsphäre der Gäste, in einer Szene, in der man sich gehen lassen will, ohne in sozialen Netzwerken zu landen.
Bargeld, Garderobe und Preise
- Eintritt: Die Preise hängen vom Abend ab und werden oft nicht vorab veröffentlicht. Szeneführer nennen Eintritte in der Größenordnung von 15 bis 30 €; prüfen Sie die Website des Clubs.
- Bargeld: Viele Clubs bevorzugen weiterhin Bargeld; manche nehmen Karten, andere nicht. Nehmen Sie Bargeld mit, siehe unseren Ratgeber zum Bezahlen in Berlin.
- Garderobe: meist kostenpflichtig, ein paar Euro.
- Online-Tickets: Manche Abende lassen sich online buchen, die meisten großen Clubs verkaufen aber an der Tür. Kaufen Sie nur auf der offiziellen Website des Clubs.
Zeiten: Die Clubs schließen (fast) nie
Berliner Clubs öffnen meist Freitag- und Samstagnacht und feiern bis Sonntag, mitunter bis Montag. Die Klubnacht des Berghain beginnt typischerweise samstags um Mitternacht und dauert bis Montagmorgen; schauen Sie ins offizielle Programm, denn die Zeiten wechseln von Woche zu Woche. Wer sonntags spät vormittags oder nachmittags kommt, steht oft kürzer an als samstags um 2 Uhr nachts. Planen Sie die Heimfahrt: siehe Verkehr in Berlin.
Alternativen ohne Auswahl
Wenn Sie die Tür abschreckt, fehlt es in Berlin nicht an Abenden ohne Auswahl: Musikbars in Friedrichshain und Kreuzberg, Konzerte, Clubs am Spreeufer und Open-Air-Partys im Sommer. Für günstige Getränke davor oder danach hilft zu jeder Stunde ein Späti; Alkohol auf der Straße ist geduldet, aber geregelt, siehe Alkohol auf der Straße in Berlin.
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Das Nachtleben wird ausführlich in Berlin bei Nacht behandelt. Zur Sicherheit siehe Ist Berlin nachts sicher?. Für queere Orte siehe LGBT in Berlin.



