Was ist ein Späti?

Ein Späti in Charlottenburg, wo Getränke pfandpflichtig sind

„Spätkauf“ heißt „später Einkauf“; im Alltag sagt man „Späti“. Diese Läden entstanden im früheren Ost-Berlin, wo sie den Anwohnern nach Ladenschluss aushalfen, und gehören heute zum Bild fast jeder Einkaufsstraße. Die Betreiber sind oft selbstständig, daher ist das Sortiment sehr unterschiedlich. Kurz gesagt: ein Tante-Emma-Laden mit Bar-Ecke.

Was man dort kauft

  • Getränke: Bier, Limonaden, Wasser, Kaltkaffee, Spirituosen, die berühmte Club-Mate und andere Matetees.
  • Snacks: Chips, Schokolade, abgepackte Sandwiches, manchmal Fertiggerichte.
  • Notfälle: Batterien, Ladekabel, Kondome, Hygieneartikel, Dinge des täglichen Bedarfs, Handy-Guthabenkarten.
  • Tabak: Zigaretten und Drehtabak (Verkauf an Erwachsene).
  • Zeitungen und Postkarten, je nach Laden.

Öffnungszeiten

Berliner Geschäfte dürfen von Montag bis Samstag rund um die Uhr öffnen: Viele Spätis nutzen das und schließen spät in der Nacht, manche bleiben bis zum Morgen offen. Die Zeiten stehen am Schaufenster oder in Online-Karten, ändern sich aber oft: Prüfen Sie vorher. Sonntags und an Feiertagen unterliegen Spätis derselben Schließung wie andere Läden, mit je nach Bezirk unterschiedlicher Duldung; verlassen Sie sich an diesen Tagen nicht auf einen bestimmten Späti (Einzelheiten in Berlin am Sonntag und in unserem Ratgeber zu Ladenöffnungszeiten und Schlussverkauf).

Preise: etwas teurer als im Supermarkt

Ein Späti ist teurer als ein Supermarkt: Sie zahlen für den späten Service und die Nähe. Als Beispiel: Ein Berliner Späti führte 2026 auf einer Lieferplattform ein 0,33-l-Bier je nach Marke (Massenbier oder Craft-Bier) zwischen 2,30 € und 3,80 €. Die Preise hängen von Bezirk, Späti und Marke ab; eine feste Preisliste gibt es nicht, vergleichen Sie bei einer Gruppe mit dem nächsten Supermarkt.

Pfand und Bezahlung

Flaschen und Dosen der meisten Getränke tragen 8 oder 25 Cent Pfand, der zum Preis hinzukommt. Pfandflaschen können Sie in einem Geschäft zurückgeben, das dieselbe Art von Gebinde verkauft, oder neben einem öffentlichen Mülleimer abstellen, damit Sammler sie mitnehmen: siehe Pfand in Berlin.

Bei der Bezahlung akzeptieren viele Spätis Karte und kontaktloses Zahlen, manche verlangen aber einen Mindestumsatz oder lehnen Karten bei kleinen Beträgen ab. Halten Sie etwas Kleingeld bereit, siehe Bezahlen in Berlin.

Vor dem Späti trinken: was erlaubt ist

Der Späti ist auch ein sozialer Ort: Man setzt sich auf eine Bank oder den Gehweg. Alkohol auf der Straße wird in Berlin geduldet, doch das deutsche Gesetz verbietet den Verkauf von Alkohol an unter 16-Jährige (Bier, Wein) und unter 18-Jährige (Spirituosen): Man kann nach dem Ausweis gefragt werden. Die Regeln stehen in Alkohol auf der Straße in Berlin. Lassen Sie keine Scherben zurück und halten Sie abends in Wohnstraßen die Lautstärke niedrig, siehe Verhaltensregeln.

Einen Späti finden

Statt einen bestimmten Laden zu empfehlen, suchen Sie auf einer Online-Karte nach „Späti“: In Neukölln, Kreuzberg, Friedrichshain oder Prenzlauer Berg gibt es sie in fast jeder Straße. Auch Bahnhöfe wie der Alexanderplatz haben lange geöffnete Kioske. Für mehr Abendprogramm siehe Berlin bei Nacht, die Türregeln der Clubs und den Ratgeber Ist Berlin nachts sicher?.