Die Regel in Kürze
Das Berliner Ladenöffnungsgesetz erlaubt Geschäften, von Montag bis Samstag rund um die Uhr zu öffnen. Sonntags und an Feiertagen müssen sie geschlossen bleiben, auch Supermärkte und Kaufhäuser wie das KaDeWe. Restaurants, Cafés, Bars und Museen sind im Sinne dieses Gesetzes keine Geschäfte: Sie öffnen normal.
Was öffnen darf

Laut Stadt Berlin gelten sonntags und an Feiertagen folgende Ausnahmen:
- Von 7 bis 16 Uhr: Blumenläden, Zeitungs- und Zeitschriftenkioske, Bäckereien und Konditoreien, Milchgeschäfte.
- Von 13 bis 20 Uhr: Geschäfte für Touristenbedarf (Souvenirs, Karten, Reiseführer), Tabak und verzehrfertige Speisen, sofern sie an allen Wochentagen ausschließlich diese Waren verkaufen.
- Ohne Einschränkung: Tankstellen, Apotheken, Flughafenläden, Kioske in Bahnhöfen und an Busbahnhöfen.
Der Hauptbahnhof und die großen Bahnhöfe sind daher die einfachste Notlösung, um sonntags ein Getränk, einen Snack oder Reisebedarf zu kaufen.
Und die Spätis?
Der Späti ist der spät geöffnete Laden, den man an fast jeder Straßenecke findet. Rechtlich unterliegen die meisten der Sonntagsschließung: Das Berliner Verwaltungsgericht entschied 2019, dass sie nicht unter die Ausnahmen für Geschäfte mit Touristenbedarf fallen. In der Praxis öffnen viele trotzdem, und die Berliner Presse berichtete, dass in manchen Bezirken wie Friedrichshain-Kreuzberg oder Neukölln selten kontrolliert wurde, anderswo häufiger; ein Bußgeld ist möglich. Verlassen Sie sich sonntags also nicht auf einen bestimmten Späti und planen Sie Ihre Einkäufe für den Vortag. Die Zahlungsmittel beschreibt unser Ratgeber zum Bezahlen in Berlin.
Allgemeine Sonntagsöffnungen
Die Stadt kann per Allgemeinverfügung bis zu 8 Sonntage im Jahr genehmigen, an denen alle Geschäfte von 13 bis 20 Uhr öffnen; für 2026 hat sie laut veröffentlichten Kalendern vier festgelegt: den 25. Januar, den 21. Juni, den 6. Dezember und den 20. Dezember. Der 1. Mai, der Karfreitag und der Ostersonntag bleiben in jedem Fall geschlossen. Prüfen Sie das Datum, bevor Sie einen Einkauf planen.
Was geöffnet bleibt: Museen, Märkte und Sehenswürdigkeiten

Der Sonntag eignet sich gut für Besichtigungen: Die meisten großen Museen sind geöffnet, etwa das Neue Museum von 10 bis 18 Uhr und der Berliner Dom von 12 bis 18 Uhr. Der Flohmarkt im Mauerpark findet sonntags von 10 bis 18 Uhr statt. Die Markthalle Neun dagegen ist sonntags geschlossen, außer bei Veranstaltungen. Zur Planung des Tages finden Sie Ideen in unserem Ratgeber Berlin bei Regen, der für jeden Ort angibt, ob er sonntags öffnet.
Übersichtstabelle
| Ort | Am Sonntag |
|---|---|
| Supermärkte und Kaufhäuser | Geschlossen |
| Bäckereien, Blumenläden, Kioske | Geöffnet von 7 bis 16 Uhr |
| Souvenir- und Tabakläden | Geöffnet von 13 bis 20 Uhr |
| Bahnhöfe, Flughafen, Tankstellen | Geöffnet |
| Spätis | Offiziell geschlossen, Öffnung je nach Bezirk geduldet |
| Restaurants, Cafés, Bars | Geöffnet |
| Museen | Geöffnet, Zeiten variieren |
| Allgemeine Sonntagsöffnungen 2026 | 25. Januar, 21. Juni, 6. und 20. Dezember (13-20 Uhr) |
Regeln im Oktober 2026 auf der Website der Stadt Berlin (berlin.de) geprüft.
Weiterlesen
Alle praktischen Regeln der Stadt finden Sie in unserem Ratgeber zu Regeln und Etikette in Berlin. Für einen Drink am Abend lesen Sie Alkohol auf der Straße in Berlin.





