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Dorotheenstädtischer Friedhof: die Gräber von Brecht, Hegel und Fichte
Dorotheenstädtischer Friedhof: die Gräber von Brecht, Hegel und Fichte

Dorotheenstädtischer Friedhof: die Gräber von Brecht, Hegel und Fichte

Aktualisiert am 5. Oktober 2026

Der Dorotheenstädtische Friedhof in der Chausseestraße 126 in Mitte ist der Friedhof der Dichter und Denker Berlins. Er wurde 1762 angelegt und bis 1826 mehrfach erweitert. Hier liegen die Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Johann Gottlieb Fichte, die Schriftsteller Bertolt Brecht, Heinrich Mann und Anna Seghers, die Architekten Karl Friedrich Schinkel und Friedrich August Stüler sowie Alt-Bundespräsident Johannes Rau. Der Eintritt ist frei. Der Friedhof öffnet täglich um 8 Uhr und schließt je nach Jahreszeit zwischen 16 Uhr (Dezember und Januar) und 20 Uhr (Mai bis August). Für einen ruhigen Spaziergang sollten Sie eine Stunde einplanen, mehr, wenn Sie alle Gräber suchen.

Highlights

Die Gräber von Bertolt Brecht und Helene Weigel

Die Gräber von Bertolt Brecht und Helene Weigel

Zwei rohe Steinblöcke ohne Schmuck tragen vor einer Backsteinmauer nur die Namen des Dramatikers und seiner Frau, der Schauspielerin Helene Weigel. Brecht wohnte im Nachbarhaus, dem heutigen Brecht-Weigel-Haus, das man mit einer Ausstellung über das Paar besichtigen kann. Besucher legen hier oft Blumen oder kleine Zettel ab.

Hegel und Fichte

Hegel und Fichte

Die Stele von Georg Wilhelm Friedrich Hegel, der am 14. November 1831 in Berlin starb, steht im alten Teil des Friedhofs; Fichtes Grab liegt ganz in der Nähe. Beide Philosophen lehrten an der Berliner Universität, nur wenige Minuten entfernt. Suchen Sie auch die Gräber von Schinkel und Stüler, den Architekten der Museumsinsel.

Die Schriftsteller des 20. Jahrhunderts

Auch Heinrich Mann, Anna Seghers, Johannes R. Becher und Arnold Zweig ruhen hier: Nach 1945 blieb der Friedhof die Begräbnisstätte vieler Ost-Berliner Intellektueller. Ein Plan am Eingang und die Schilder auf dem Friedhof helfen bei der Suche.

Der Französische Friedhof

Ein eigener Friedhof auf demselben Gelände vereint klassizistische Grabmäler der Berliner Hugenottengemeinde.

Die Kapelle von James Turrell

Die Friedhofskapelle von 1928, bis 2015 saniert, birgt eine dauerhafte Lichtinstallation des amerikanischen Künstlers James Turrell. Sie ist nur bei Führungen zu sehen, die laut visitBerlin freitags, samstags und sonntags stattfinden; prüfen Sie Termine und Preise vor dem Besuch bei der Gemeinde.

Praktische Infos

Tipps

Der Friedhof ist ein Ort der Ruhe: Sprechen Sie leise, betreten Sie die Gräber nicht und berühren Sie die Steine nicht (Öffnungszeiten im Oktober 2026 auf berlin.de und visitberlin.de geprüft). Nicht alle berühmten Gräber sind an derselben Stelle ausgeschildert: Nutzen Sie den Plan am Eingang. Der Besuch lässt sich gut mit dem Naturkundemuseum in 300 Metern Entfernung und der Gedenkstätte Berliner Mauer etwas weiter nördlich in der Bernauer Straße verbinden.

Anfahrt

Chausseestraße 126, 10115 Berlin. U-Bahn U6, Haltestelle Naturkundemuseum (etwa 300 Meter). S-Bahn S1, S2, S25 und S26, Bahnhof Nordbahnhof (etwa 400 Meter). Siehe unseren Ratgeber zum Nahverkehr in Berlin.

Öffnungszeiten

Ideal: Werktags, später Vormittag
Täglich 08:00-20:00 von Mai bis August; 08:00-19:00 im April und September; 08:00-18:00 im März und Oktober; 08:00-17:00 im Februar und November; 08:00-16:00 im Dezember und Januar

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