Die Gedenkstätte Berliner Mauer erstreckt sich auf rund 1,4 km entlang der Bernauer Straße, an der Grenze zwischen den Bezirken Mitte und Wedding. Die Mauer verlief genau hier: Die Häuserfassaden auf der einen Straßenseite gehörten zu Ost-Berlin, der Bürgersteig zu West-Berlin. Hier ist noch ein Abschnitt des Grenzstreifens im ursprünglichen Zustand erhalten, mit der Mauer, dem „Todesstreifen“ und einem originalen Wachturm. Das Gelände wird von der Stiftung Berliner Mauer betreut und ist vollständig kostenlos: Die Außenausstellung ist täglich von 8 bis 22 Uhr zugänglich, Besucherzentrum und Dokumentationszentrum dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.
Highlights

Die Außenausstellung
Auf vier Bereiche (A bis D) entlang der Straße verteilt, erzählt sie vom Bau der Mauer, von der Zerstörung der Grenzhäuser und vom Alltag auf beiden Seiten. Stäbe aus Cortenstahl zeichnen den Verlauf der verschwundenen Mauer nach, Markierungen im Boden zeigen, wo Fluchttunnel und abgerissene Gebäude lagen, und „archäologische Fenster“ legen die verschiedenen Schichten der Grenzanlagen frei.

Das Dokumentationszentrum und sein Aussichtsturm
In der Bernauer Straße 111 erklärt die Ausstellung „1961 | 1989. Die Berliner Mauer“ (420 m²) mit Objekten, Biografien und Zeitzeugenberichten, warum die Mauer gebaut wurde, wie man mit ihr lebte und warum sie fiel. Von der Aussichtsplattform blicken Sie auf das Denkmal von Kohlhoff & Kohlhoff, eingeweiht am 13. August 1998: ein erhaltenes Stück Grenzstreifen mit Wachturm an der Ecke Ackerstraße.

Die Kapelle der Versöhnung
Die ovale Kapelle aus Holz und Stampflehm wurde im Jahr 2000 auf dem ehemaligen Grenzstreifen geweiht, an der Stelle der Versöhnungskirche, die im Niemandsland stand und 1985 von der DDR abgerissen wurde. Dienstags bis freitags von 12 bis 12:15 Uhr erinnert dort eine kurze, öffentliche Andacht an die Lebensgeschichte eines Todesopfers der Mauer.
Das Fenster des Gedenkens
In Bereich A versammelt diese Wand aus rostigen Stahlnischen Namen, Lebensdaten und Fotos der Todesopfer der Mauer. Nach Angaben der Stiftung wurden zwischen 1961 und 1989 mindestens 140 Menschen an der Berliner Grenze getötet oder kamen dort ums Leben.
Das Besucherzentrum
In der Nummer 119, Ecke Gartenstraße, ist es der Ausgangspunkt für den Besuch und für Führungen. Im ersten Stock wird ein Einführungsfilm zur Geschichte der Mauer gezeigt. Im nahen S-Bahnhof Nordbahnhof stellt eine Ausstellung im Zwischengeschoss die „Geisterbahnhöfe“ vor, durch die die Züge aus West-Berlin unter Ost-Berlin ohne Halt fuhren.
Infos pratiques
Tipps
Beginnen Sie am Besucherzentrum beim Nordbahnhof und gehen Sie dann die Bernauer Straße nach Osten entlang: So folgt der Besuch den Bereichen A bis D und endet nahe dem U-Bahnhof Bernauer Straße (U8), wenige Minuten vom [Mauerpark](/fr/attractions/marche-aux-puces-mauerpark). Planen Sie mindestens zwei Stunden für die Außenausstellung, den Aussichtsturm und die Ausstellung ein. Die Stiftung bietet öffentliche Führungen an (5 €, ermäßigt 3 €; 7 €, ermäßigt 4 € für Führungen über 90 Minuten; Preise Stand Oktober 2026), zu festen Terminen, die in ihrem Online-Kalender veröffentlicht werden, auf Deutsch und teilweise auf Englisch oder in anderen Sprachen. Garderobe und Schließfächer sind vorhanden, beide Zentren sind barrierefrei.
Anfahrt
Besucherzentrum: Bernauer Straße 119, 13355 Berlin; Dokumentationszentrum: Bernauer Straße 111. S-Bahn S1, S2, S25 und S26, Bahnhof Nordbahnhof; Tram M10, Haltestelle Nordbahnhof; Bus 247, Haltestelle S Nordbahnhof/Gartenstraße; U8, U-Bahnhof Bernauer Straße, am anderen Ende des Geländes; U6, U-Bahnhof Naturkundemuseum.
Öffnungszeiten
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