Karl-Marx-Allee Berlin: die monumentale Prachtstraße der DDR vom Strausberger Platz bis zum Frankfurter Tor
Die Karl-Marx-Allee ist die große Prachtstraße, die die DDR als Schaufenster des Sozialismus wollte. Bis 1961 hieß sie Stalinallee; die Gebäude des ersten Abschnitts zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor, zwischen 1952 und 1960 im sowjetischen neoklassizistischen Stil errichtet, werden „Arbeiterpaläste“ genannt. Ihre Keramikfassaden, Kolonnaden und Zwillingstürme stehen im Kontrast zu den nüchterneren Wohnblöcken der 1960er-Jahre weiter westlich, Richtung Alexanderplatz. Hier zogen am 16. Juni 1953 auch Bauarbeiter los: Der Aufstand vom 17. Juni, von sowjetischen Panzern niedergeschlagen, nahm auf dieser Straße seinen Anfang. Man kann sie zu Fuß oder mit der U5 erkunden, und sie kostet nichts: Alles ist von der Straße aus zu sehen.
Highlights

Die Arbeiterpaläste
Zwischen Strausberger Platz und Frankfurter Tor sind die Gebäude des ersten Abschnitts mit Keramikfliesen verkleidet, mit Skulpturenportalen, Kolonnaden und großen Wohnungen für Arbeiter. In den Erdgeschossen waren Geschäfte, Restaurants und Cafés untergebracht.

Frankfurter Tor
Am östlichen Ende der Allee rahmen zwei Kuppeltürme den Platz, die denen am Gendarmenmarkt nachempfunden sind. Der Platz markiert den östlichen Eingang nach Friedrichshain; er ist auch ein guter Endpunkt, wenn Sie im Westen beginnen.
Kino International und Café Moskau
Näher am Alexanderplatz hat der „moderne“ Abschnitt der Allee aus den 1960er-Jahren zwei Wahrzeichen: das Kino International, das frühere Premierenkino der DDR, bis heute in Betrieb, und das Café Moskau, ein ehemaliges Prunkrestaurant, das heute als Veranstaltungsort dient.
Die Ausstellungen der Allee
Das Café Sibylle in Nr. 72 zeigt eine kleine kostenlose Ausstellung zur Geschichte der Stalinallee und der Karl-Marx-Allee. Prüfen Sie vor dem Besuch die Öffnungszeiten.
Praktische Infos
Tipps
Fahren Sie mit der U5 bis zum Frankfurter Tor und gehen Sie die Allee zu Fuß Richtung Alexanderplatz zurück (gut 2 km): Die Arbeiterpaläste des ersten Abschnitts folgen vor den nüchterneren Bauten der 1960er-Jahre. Die Keramikfassaden wirken bei klarem Wetter am schönsten. Die Allee ist eine stark befahrene Straße: Überqueren Sie sie an den Ampeln. Die Gebäude sind bewohnt und nicht zu besichtigen, doch einige Eingangshallen, Cafés und Geschäfte sind öffentlich zugänglich.
Anfahrt
Karl-Marx-Allee, 10243 und 10178 Berlin (Friedrichshain und Mitte). U5: Die Stationen Strausberger Platz, Weberwiese und Frankfurter Tor bedienen die ganze Allee; der Alexanderplatz (U5) liegt am anderen Ende, hinter der Station Schillingstraße. Siehe auch unseren Ratgeber zu Friedrichshain und die Seite zum Alexanderplatz.
Öffnungszeiten
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