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Hufeisensiedlung: die UNESCO-Gartenstadt in Britz
Hufeisensiedlung: die UNESCO-Gartenstadt in Britz

Hufeisensiedlung: die UNESCO-Gartenstadt in Britz

Aktualisiert am 5. Oktober 2026

Die Hufeisensiedlung ist eine Wohnsiedlung der 1920er-Jahre in Britz im Süden Neuköllns, an der Fritz-Reuter-Allee (12359 Berlin). Entworfen von den Architekten Bruno Taut und Martin Wagner für die Wohnungsbaugesellschaft GEHAG, trägt sie ihren Namen nach einem hufeisenförmigen Wohnblock, der einen Teich umschließt. Seit 2008 gehört sie gemeinsam mit fünf weiteren Berliner Siedlungen der Moderne zum UNESCO-Welterbe. Man kann sie frei und ohne Eintritt erkunden: Es sind Straßen, in denen Menschen wohnen, kein Museum. Die Idee war, Familien mit geringem Einkommen helle Wohnungen mit Garten oder Balkon zu bieten, weit weg von den dunklen Hinterhöfen der Mietskasernen des 19. Jahrhunderts. Leuchtend farbige Putzfassaden, bunte Türen und kleine Reihenhäuser sind die auffälligsten Merkmale.

Highlights

Das Hufeisen

Das Hufeisen

Der zentrale Block, um einen Toteisteich geschwungen, ist das Wahrzeichen der Siedlung. Die Fassaden entlang der Straße, die ihn umrundet, wechseln die Farben; die lange, leuchtend rote Fassade an der Fritz-Reuter-Allee, die „Rote Front“, gehört zu den meistfotografierten Motiven. Gehen Sie einmal ganz herum, um zu sehen, wie sich Balkone und Gärten nach innen öffnen.

Die Reihenhausstraßen

Die Reihenhausstraßen

Rund um das Hufeisen reihen die Nachbarstraßen (Onkel-Tom-Straße, Fritz-Reuter-Allee, Parchimer Allee) Flachdachhäuser mit Gärten aneinander, in jeder Straße in einem anderen Farbton. Achten Sie auf Details: farbige Türen, Rahmen, Fensterläden. Hier wohnen Menschen: Bleiben Sie auf dem Gehweg und respektieren Sie ihre Privatsphäre.

Die Infostation

Im rechten Flügel des Hufeisens (Fritz-Reuter-Allee 44) betreibt ein Verein von Ehrenamtlichen in einem ehemaligen Laden eine zweisprachige Dauerausstellung zur Geschichte der Siedlung, mit einer nachgebauten Originalküche, Architekturführern und einem Café mit selbstgebackenem Kuchen. Sie ist nur freitags und sonntags nachmittags geöffnet.

Das UNESCO-Programm

Die Siedlung gehört zu den sechs „Siedlungen der Berliner Moderne“, die 2008 aufgenommen wurden. Wer sich dafür interessiert: Die Wohnstadt Carl Legien (Prenzlauer Berg) und die Weiße Stadt (Reinickendorf) sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, liegen aber weiter entfernt.

Praktische Infos

Tipps

Rechnen Sie für den Rundgang um das Hufeisen und durch die Nachbarstraßen mit ein bis anderthalb Stunden. Gehen Sie freitags oder sonntags nachmittags, dann ist die Infostation geöffnet. Führungen gibt es zu bestimmten Terminen, etwa an Denkmaltagen, mit Voranmeldung: Fragen Sie vorher beim Verein nach. Die Wohnungen sind privat: Fotografieren Sie nicht durch Fenster. Für den weiteren Weg durch Neukölln lesen Sie unseren Neukölln-Guide; das Tempelhofer Feld liegt wenige U-Bahn-Stationen entfernt.

Anfahrt

Fritz-Reuter-Allee 44, 12359 Berlin (Infostation). U7 bis Parchimer Allee oder Blaschkoallee, dann wenige Minuten zu Fuß. Unser Guide zu den Verkehrsmitteln in Berlin erklärt die Tickets (Tarifbereich AB).

Öffnungszeiten

Ideal: Freitag oder Sonntag nachmittags
Siedlung frei zugänglich (Infostation Freitag und Sonntag 14:00-18:00 Uhr von April bis September, 13:00-17:00 Uhr von Oktober bis März)

Unsere Reiseführer dazu

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