Unter der Stadt: Bunker und Tunnel

Berlins Untergrund birgt Luftschutzräume, Fluchttunnel und stillgelegte U-Bahnhöfe. Der Verein Berliner Unterwelten bietet Führungen an diesen Orten an: Alles Wichtige steht in unserer Seite zu den Berliner Unterwelten. Ein weiterer Bunker aus dem Krieg beherbergt in Mitte heute eine private Sammlung zeitgenössischer Kunst, die man nach Anmeldung besichtigt: siehe Sammlung Boros.
Teufelsberg, der Abhörberg

Der Teufelsberg ist ein künstlicher Hügel im Westen Berlins, nach dem Krieg aus den Trümmern der Stadt aufgeschüttet. Im Kalten Krieg richteten amerikanische Nachrichtendienste dort eine Abhörstation ein, deren weiße Kuppeln noch immer den Gipfel krönen. Das nach 1990 verlassene Gelände ist heute voller Graffiti und kann besichtigt werden, zum Teil mit Führungen; der Eintritt ist kostenpflichtig und die Öffnungszeiten wechseln: Prüfen Sie die offizielle Website vor der Anreise. Der Hügel liegt im Grunewald: Wanderschuhe mitbringen und einen kurzen Fußweg von der nächsten S-Bahn-Station einplanen.
Spreepark, der verlassene Vergnügungspark

Der Spreepark im Plänterwald im Südosten Berlins ist ein ehemaliger DDR-Vergnügungspark, der nach den 2000er-Jahren verlassen lag, mit stillstehender Achterbahn und stillstehendem Riesenrad. Er wurde zu einem Freizeit- und Naturpark umgestaltet, in dem ein Teil der Anlagen erhalten blieb. Prüfen Sie Zugangsbedingungen und Führungen vor dem Besuch auf der offiziellen Website. Gut kombinieren lässt er sich mit dem benachbarten Treptower Park an der Spree.
Geisterbahnhöfe und Reste der Mauer
Während der Teilung der Stadt fuhren West-Berliner U-Bahn-Linien ohne Halt durch Ost-Berlin: Die stillgelegten Bahnhöfe nannte man „Geisterbahnhöfe“. Im Bahnhof Nordbahnhof erzählt eine Dauerausstellung diese Geschichte. Sie liegt ganz in der Nähe der Gedenkstätte Berliner Mauer, die unsere Route auf den Spuren der Mauer ausführlich vorstellt.
Friedhöfe, ein Flugfeld und andere Überraschungen
Mehrere Erinnerungsorte besucht man am besten in Ruhe. Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Mitte liegen unter anderem Bertolt Brecht und Hegel begraben; man spaziert dort kostenlos in friedlicher Umgebung. Der ehemalige Flughafen Tempelhof, heute einer der größten Parks der Stadt, lädt zum Spazieren und Radfahren auf den alten Start- und Landebahnen ein: siehe Tempelhofer Feld. Für weniger bekannte Museen kommen das Medizinhistorische Museum der Charité, das Spionagemuseum und das Stasi-Museum infrage.
Praktische Tipps
- Buchen Sie Führungen durch Bunker und nicht öffentliche Orte: Die Plätze sind begrenzt.
- Kleiden Sie sich passend: In Bunkern ist es zu jeder Jahreszeit kühl, und Orte im Freien verlangen gutes Schuhwerk.
- Planen Sie nach Stadtteil: Zwei nahe beieinanderliegende Orte zu verbinden spart Stunden an Fahrzeit (siehe unseren Guide zu den Verkehrsmitteln in Berlin).
- Weitere Ideen finden Sie in Berlin bei Nacht und unseren kostenlosen Aktivitäten in Berlin.






