Die Orte, die Sie nicht verpassen sollten

Ort Bezirk Zu sehen Anfahrt
Urban Nation Schöneberg Kostenloses Museum und „One Wall“-Wandbilder U Nollendorfplatz
East Side Gallery Friedrichshain 1,3 km bemalte Mauer S Ostbahnhof, U Warschauer Straße
Haus Schwarzenberg Mitte Hof voller Plakate und Schablonen S Hackescher Markt
RAW-Gelände Friedrichshain Ehemaliges Bahnausbesserungswerk, bemalte Wände S/U Warschauer Straße
Mariannenstraße und Oranienstraße Kreuzberg Große Brandwandbilder, darunter der Astronaut U Kottbusser Tor
Mauerpark Prenzlauer Berg Wand mit legalen Graffiti U Eberswalder Straße

Urban Nation, das Street-Art-Museum

Das Museum Urban Nation, Bülowstraße 7 in Schöneberg, zeigt wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer urbaner Kunst, und der Eintritt ist in der Regel frei. Rundherum machen die „One Wall“-Wandbilder die Brandwände des Viertels zu einer Open-Air-Galerie. Es ist der beste Ausgangspunkt, wenn Sie die Künstler und Techniken verstehen wollen, bevor Sie losziehen: Ein kostenloser Medienguide begleitet die laufende Ausstellung.

Die Fassade des Museums Urban Nation an der Bülowstraße

Die East Side Gallery

Die East Side Gallery an der Mühlenstraße ist die längste Open-Air-Galerie der Stadt: ein Stück der Mauer, auf das Künstler aus aller Welt ab 1990 Wandbilder gemalt haben. Sie ist zu jeder Tageszeit zugänglich. Schreiben Sie nichts darauf und berühren Sie die Malereien nicht: Beachten Sie die Schilder. Am einfachsten gehen Sie sie vom Ostbahnhof Richtung Oberbaumbrücke ab, am späten Nachmittag mit der Sonne im Rücken.

„Der Bruderkuss“ von Dmitri Wrubel in der East Side Gallery

Haus Schwarzenberg und die Höfe in Mitte

Nur ein paar Schritte vom Hackeschen Markt entfernt ist das Haus Schwarzenberg, Rosenthaler Straße 39, ein Hinterhof, dessen Wände voller Plakate, Schablonen, Collagen und Installationen sind. Er verändert sich ständig. Man sieht ihn in zehn Minuten, und er lässt sich gut mit den benachbarten Hackeschen Höfen verbinden: Die Stimmung ist handgemachter als bei den großen Wandbildern. Der Hof ist ein öffentlicher Ort: Blockieren Sie für Fotos nicht den Durchgang.

RAW-Gelände in Friedrichshain

Das RAW-Gelände, Revaler Straße 99, ist ein ehemaliges Bahnausbesserungswerk, das zu einem Komplex aus Clubs, Bars, Kletterhallen und bemalten Wänden wurde. Man kommt tagsüber wegen der Wandbilder, abends wegen des Nachtlebens. Die Wände werden regelmäßig neu gestaltet: Was Sie sehen, entspricht nicht den Fotos vom Vorjahr. Siehe auch unseren Guide zu Friedrichshain.

Kreuzberg: der Astronaut und die großen Brandwände

Kreuzberg war die Wiege der Berliner Street Art. Eines seiner bekanntesten Werke ist der Astronaut des Künstlers Victor Ash, 2007 auf eine große Brandwand in der Mariannenstraße gemalt. Er ist von der Straße aus zu sehen, ohne irgendwo einzutreten. Weitere Wandbilder finden sich entlang der Oranienstraße und rund um die Oberbaumbrücke: Unser Guide zu Kreuzberg enthält den Plan des Viertels.

Victor Ashs Astronaut, ein großes Wandbild in Kreuzberg

Mauerpark: die Wand der legalen Graffiti

Der Mauerpark in Prenzlauer Berg liegt auf dem ehemaligen Grenzstreifen. Eine lange Wand ist dort legalen Graffiti gewidmet: Sonntags, am Flohmarkttag, trifft man oft Künstler beim Malen. Die Wandbilder wechseln von Woche zu Woche. Unser Guide zu Prenzlauer Berg deckt den Rest des Bezirks ab.

Eine Tagesroute

  1. Vormittag: Urban Nation in Schöneberg (das Museum öffnet Donnerstag bis Sonntag um 12 Uhr, Dienstag und Mittwoch um 10 Uhr), dann die „One Wall“-Wandbilder rund um den Nollendorfplatz.
  2. Früher Nachmittag: U-Bahn nach Kreuzberg, die großen Brandwände der Mariannenstraße und der Oranienstraße.
  3. Später Nachmittag: über die Oberbaumbrücke, dann die East Side Gallery Richtung Ostbahnhof.
  4. Abend: RAW-Gelände für Abendessen oder einen Drink.

Praktische Tipps

  • Fotografieren: weiches Licht am Morgen; abends sind nach Westen gerichtete Wände besser beleuchtet. Unsere Fotospots in Berlin ergänzen die Route.
  • Führung: Urban Nation bietet Führungen zur Street Art im Kiez in fünf Sprachen an, nach Buchung und zum Gruppenpreis (ab 120 €, Stand Oktober 2026); andere Anbieter haben individuelle Touren.
  • Respekt: Nichts übermalen, die Werke nicht abkratzen, nicht auf die Wände klettern; ein Teil der Street Art befindet sich auf Privatgrund.
  • Karten: Werke verschwinden schnell; fragen Sie an der Museumskasse oder bei einem lokalen Guide, was gerade zu sehen ist.
  • Kostenlos: Alle diese Open-Air-Besuche sind kostenlos; unser Guide zu kostenlosen Aktivitäten in Berlin nennt weitere.