Neukölln in Kürze
Bis 1912 hieß Neukölln Rixdorf; dann gab sich die Gemeinde ihren heutigen Namen. Der Bezirk südöstlich von Kreuzberg reicht vom Landwehrkanal bis zu den Siedlungen von Britz. Das „Neukölln“, von dem die meisten Besucher sprechen, ist der Nordteil zwischen Landwehrkanal und Karl-Marx-Straße, der auch am belebtesten ist.
Der Bezirk ist groß: Nehmen Sie sich pro halbem Tag ein Gebiet vor, statt alles sehen zu wollen.
Reuterkiez und Maybachufer
Der Reuterkiez rund um Reuterstraße und Weserstraße ist das angesagteste Viertel des Bezirks: Specialty-Coffee-Cafés, Nachtbars, Second-Hand-Läden. Am Maybachufer entlang des Kanals findet der Türkenmarkt statt (dienstags und freitags). Früh am Morgen ist er der beste Start für einen Spaziergang.
Für den Abend: Weserstraße und Friedelstraße reihen viele Bars aneinander. Die Stimmung ist jung und laut, auch unter der Woche. Mehr Auswahl finden Sie in unserem Guide zu Berlin bei Nacht.
Sonnenallee: die „arabische Straße“
Die Sonnenallee, die vom Hermannplatz nach Südosten führt, bündelt viele levantinische und türkische Restaurants und Bäckereien, Konditoreien, Shisha-Cafés und Läden. Der lebhafteste Abschnitt liegt nahe dem Hermannplatz. Kommen Sie am späten Nachmittag oder Abend, wenn die Straße erwacht. Achten Sie beim Essen auf Imbisse mit langer Schlange: Das ist oft ein gutes Zeichen.
Körnerpark und Schillerpromenade

Der Körnerpark, ein 2,4 Hektar großer neobarocker Park, der 1912 bis 1916 in einer ehemaligen Kiesgrube angelegt wurde, liegt tiefer als die umliegenden Straßen und ist über monumentale Treppen erreichbar. Es gibt Wasserbecken, eine Kaskade und eine Orangerie mit Café und Galerie. Der Eintritt ist frei. Die Schillerpromenade weiter nördlich ist eine baumbestandene Straße voller Cafés und Restaurants; sie führt bis an den Rand des Tempelhofer Felds.
Tempelhofer Feld
Der ehemalige Flughafen Tempelhof, heute ein öffentlicher Park, grenzt im Westen an den Bezirk. Auf den alten Start- und Landebahnen geht man spazieren, fährt Skates oder macht ein Picknick: Siehe unsere Seite zum Tempelhofer Feld. Der Eintritt ist frei, zu den Öffnungszeiten des Parks.
Rixdorf und Richardplatz

Das Böhmische Dorf rund um den Richardplatz entstand im 18. Jahrhundert, als sich ab 1737 protestantische Flüchtlinge aus Böhmen ansiedelten. Noch heute finden Sie niedrige Häuser, Kopfsteinpflasterstraßen, Kirchen und eine Schmiede, die Rixdorfer Schmiede. Der Kontrast zum Rest des Bezirks ist verblüffend: Rechnen Sie für den Rundgang mit etwa zwanzig Minuten. Das Museum Neukölln, in einem ehemaligen Stall des Gutshofs Britz untergebracht, erzählt mit der Dauerausstellung „99 x Neukölln“ die Geschichte des Bezirks.
Britz: Hufeisensiedlung und Gutshof
Im Süden liegen in Britz die Hufeisensiedlung, eine Gartenstadt der 1920er-Jahre mit UNESCO-Status, und der Gutshof Britz. Rechnen Sie für beide mit einem halben Tag, mit der U7.
Gotteshäuser: die Şehitlik-Moschee
Am Columbiadamm kann die Şehitlik-Moschee außerhalb der Gebetszeiten besichtigt werden. Sie ergänzt das benachbarte Tempelhofer Feld gut.
Wo essen
Neukölln gehört zu den besten Bezirken, wenn Sie jenseits der deutschen Küche essen wollen: syrisch, libanesisch, türkisch, vietnamesisch, dazu viele vegetarische und vegane Adressen (siehe vegan essen in Berlin). Zum Brunch lesen Sie unseren Guide zum Brunch in Berlin. Viele Lokale nehmen nur Bargeld: Halten Sie Kleingeld bereit, wie unser Guide zu Geld und Trinkgeld in Berlin erklärt.
Anreise
Die U7 durchquert den Bezirk von West nach Ost (Hermannplatz, Rathaus Neukölln, weiter bis Britz), die U8 bedient Hermannplatz und Boddinstraße, und die Ringbahn (S41, S42) hält in Neukölln und Hermannstraße. Siehe unseren Guide zu den Verkehrsmitteln in Berlin.
Sicherheit und gesunder Menschenverstand
Der Bezirk ist für Besucher im Allgemeinen sicher, doch der Hermannplatz und einige Stationen können nachts sehr belebt sein: Achten Sie auf Ihre Sachen. Lesen Sie unseren Guide zu Abzocke in Berlin.
Weiterlesen
Neukölln geht auf der anderen Seite des Kanals nahtlos in Kreuzberg über. Für die Reiseplanung lesen Sie unseren Guide Wo übernachten in Berlin.





