Berliner Spezialitäten auf einen Blick

Spezialität Was es ist Wo probieren
Currywurst Wurst in Scheiben mit Tomaten-Curry-Soße Imbissbuden, Konnopke's, Curry 36
Döner Kebab Fleisch vom Drehspieß im Fladenbrot mit Salat und Soßen Türkische Imbisse, Mustafa's am Mehringdamm
Eisbein Gepökelte Schweinshaxe mit Sauerkraut und Erbspüree Traditionelle Berliner Restaurants
Buletten Frikadellen aus Hackfleisch, warm oder kalt Kneipen, Theken der Markthallen
Königsberger Klopse Fleischklößchen in weißer Kapernsoße Traditionelle Berliner Restaurants
Pfannkuchen Mit Marmelade gefülltes Hefegebäck Bäckereien
Berliner Weisse Leichtes, säuerliches Weißbier, oft mit Sirup Biergärten, Kneipen, Späti

Diese Gerichte bekommen Sie überall in der Stadt, vom Bahnhofskiosk bis zum Traditionslokal. Die folgenden Abschnitte nennen die bekanntesten Adressen.

Die Currywurst, Berlins Leibgericht

Der Imbiss Konnopke's unter der Hochbahn an der Schönhauser Allee

Die Currywurst ist eine gebratene oder frittierte Schweinswurst, in Scheiben geschnitten, mit einer Soße auf Tomatenbasis übergossen und mit Currypulver bestreut. Man isst sie im Stehen aus einer Pappschale mit einer kleinen Holzgabel, dazu Pommes oder ein Brötchen.

Ihre Erfindung wird Herta Heuwer zugeschrieben, die in Charlottenburg einen Imbissstand betrieb. Der Überlieferung nach entwickelte sie ihre Soße am 4. September 1949. Eine 2003 angebrachte Gedenktafel am Haus Kantstraße 101, an der Seite zur Kaiser-Friedrich-Straße, erinnert an den Ort ihres Standes.

In Berlin werden Sie oft gefragt, ob Sie Ihre Wurst mit oder ohne Darm möchten. Die Variante ohne Darm ist eine Berliner Eigenheit, vor allem im früheren Ost-Berlin.

Wo man Currywurst isst

  • Konnopke's Imbiss, Schönhauser Allee 44B, in Prenzlauer Berg, unter dem Viadukt der U2, am Fuß des Bahnhofs Eberswalder Straße. 1930 von Max Konnopke gegründet, ist er der bekannteste Imbiss des früheren Ost-Berlins. Geöffnet Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr und Samstag von 12 bis 19 Uhr; Sonntag und Montag geschlossen. Unser Führer zu Prenzlauer Berg bindet ihn in einen Spaziergang durch das Viertel ein.
  • Curry 36, Mehringdamm 36, in Kreuzberg (U-Bahnhof Mehringdamm, U6 und U7). Der 1980 eröffnete und noch immer stark besuchte Stand verkauft täglich von 9 bis 5 Uhr morgens. Weitere Filialen gibt es am Hauptbahnhof, am Bahnhof Zoologischer Garten und an der Warschauer Straße.
  • Die Feinschmeckeretage des KaDeWe, im 6. Stock des Kaufhauses, serviert ebenfalls Currywurst an der Theke, für alle, die sie lieber im Sitzen probieren.

Der Döner, geboren in West-Berlin

Der Döner, wie man ihn in ganz Europa isst, im Fladenbrot mit gegrilltem Fleisch, Salat, Zwiebeln und Soßen, ist eine Berliner Erfindung. Sie wird Kadir Nurman zugeschrieben, einem türkischen Einwanderer, der 1972 an seinem Stand am Bahnhof Zoologischer Garten das erste Sandwich dieser Art verkauft haben soll. Bis dahin wurde das Fleisch vom Spieß auf dem Teller serviert. Nurman selbst beanspruchte die Idee nie für sich allein, doch in Berlin trat die Formel ihren Siegeszug an.

Der Döner ist nach wie vor die verbreitetste günstige Mahlzeit der Stadt. Sein Preis ist in den letzten Jahren stark gestiegen: 2026 veröffentlichte Erhebungen nennen für Berlin einen Medianpreis von etwa 7 €. Unser Führer zum Budget in Berlin vergleicht ihn mit den übrigen Reisekosten.

Mustafa's Gemüse Kebap

Der berühmteste Imbiss ist Mustafa's Gemüse Kebap, am Mehringdamm, wenige Schritte von Curry 36. Sein Hähnchen-Döner kommt mit gegrilltem Gemüse, Feta und einem Spritzer Zitrone. Die Warteschlange dauert oft über eine halbe Stunde, abends und am Wochenende noch länger. Der Stand öffnet Montag bis Donnerstag und Sonntag von 10 bis 23:30 Uhr, Freitag von 13 bis 1:30 Uhr und Samstag von 10 bis 1:30 Uhr.

Wenn Sie keine Zeit zum Anstehen haben, tut es jeder türkische Imbiss in Kreuzberg oder Neukölln: Die Qualität ist in der ganzen Stadt meist gut. Unser Führer zu Kreuzberg beschreibt die Straßen, in denen sie am dichtesten liegen.

Die traditionelle Berliner Küche

Eisbein mit Sauerkraut, Bratkartoffeln und Senf

Die Berliner Küche ist Kneipenküche, sättigend, mit Schweinefleisch, Kartoffeln und Kohl. Die Gerichte, die man kennen sollte:

  • Eisbein: gepökelte, lange gegarte Schweinshaxe mit Sauerkraut und oft Erbspüree. Ein großes Gericht, das man bei kleinem Hunger besser teilt.
  • Buletten: der Berliner Name für Frikadellen, warm mit Kartoffeln oder kalt mit Senf an der Theke einer Kneipe.
  • Königsberger Klopse: in weißer Kapernsoße gegarte Fleischklößchen, mit Kartoffeln oder Reis.
  • Kassler: gepökeltes und geräuchertes Schweinekotelett oder -kamm, mit Sauerkraut.
  • Leber Berliner Art: gebratene Kalbsleber mit Äpfeln und Zwiebeln, dazu Kartoffelpüree.

Zur letzten Instanz, das älteste Restaurant Berlins

Wer diese Gerichte in historischem Rahmen probieren möchte, geht in Zur letzten Instanz, Waisenstraße 14-16, 10179 Berlin, das sich als ältestes Restaurant der Stadt bezeichnet: An dieser Stelle ist seit 1621 ein Gasthaus belegt. Der heutige Name stammt von 1924 und spielt auf das benachbarte Gericht in der Littenstraße an. Die Karte folgt den Jahreszeiten, mit Produkten regionaler Erzeuger; ab dem 11. November gibt es Martinsgans. Das Restaurant öffnet Montag bis Donnerstag ab 17:30 Uhr, Freitag und Samstag ab 12 Uhr, mit einer Pause von 15 bis 17:30 Uhr; sonntags ist es geschlossen. Abends reservieren. U-Bahnhof Klosterstraße (U2).

In der ganzen Stadt servieren auch die Kneipen einfache Gerichte zu moderaten Preisen: Buletten, Hering, Senfeier oder Erbsensuppe.

Pfannkuchen und Süßes

Berliner Pfannkuchen mit Marmeladenfüllung

Das mit Marmelade gefüllte Hefegebäck, das im übrigen Deutschland und in der Welt „Berliner“ heißt, nennt man in Berlin Pfannkuchen. Anderswo bezeichnet das Wort einen Eierkuchen: In einer Berliner Bäckerei bekommen Sie auf die Frage nach einem Pfannkuchen das Gebäck. Es ist mit Zucker bestreut oder glasiert und meist mit Pflaumen-, Erdbeer- oder Himbeermarmelade gefüllt.

Man isst es das ganze Jahr, vor allem aber zu Silvester und im Fasching. Am 31. Dezember werden der Tradition nach einige Pfannkuchen eines Blechs mit Senf gefüllt, um die Gäste hereinzulegen.

Am Nachmittag pflegen die Berliner „Kaffee und Kuchen“: Obstkuchen, Käsekuchen, Streuselkuchen. Bäckereien und Cafés im Kiez haben sie überall. Im Winter kommen auf den Berliner Weihnachtsmärkten Lebkuchen, gebrannte Mandeln und Glühwein hinzu.

Was man in Berlin trinkt

Das historische Getränk der Stadt ist die Berliner Weisse, ein leichtes, säuerliches Weißbier. Im 19. Jahrhundert war sie das beliebteste alkoholische Getränk Berlins. Heute bestellt man sie meist „mit Schuss“, also mit Sirup: rot mit Himbeere oder grün mit Waldmeister. Man trinkt sie im Sommer auf der Terrasse, oft mit Strohhalm, aus einem weiten Stielglas.

Ansonsten sind die Berliner Alltagsbiere Pils: Berliner Kindl, Schultheiss oder Berliner Pilsner, in jeder Kneipe zu haben. Auch Craft-Brauereien gibt es inzwischen viele in der Stadt.

Der Späti (Spätkauf), der kleine Laden, der abends lange und auch sonntags geöffnet hat, ist die andere Berliner Institution: Man kauft ein kaltes Bier und trinkt es auf der Bank vor der Tür oder am Kanal. Auf die meisten Getränke wird Pfand erhoben: 0,08 € bis 0,25 € je Behälter, im Supermarkt erstattet. Zum Ausgehen nach dem Essen lesen Sie unseren Führer Berlin bei Nacht.

Märkte und Markthallen für den kleinen Hunger

Auf Märkten probiert man am günstigsten von allem etwas:

  • Markthalle Neun, Eisenbahnstraße 42/43, in Kreuzberg: eine überdachte Halle von 1891, Montag bis Samstag geöffnet. Jeden Donnerstag von 17 bis 22 Uhr versammelt der Street Food Thursday Stände mit Küchen aus aller Welt.
  • Der Türkische Markt am Maybachufer, am Landwehrkanal, dienstags und freitags von 11 bis 18:30 Uhr: Obst, Oliven, Käse, Brot und türkische Snacks. U-Bahnhof Schönleinstraße (U8).
  • Winterfeldtmarkt, auf dem Winterfeldtplatz in Schöneberg: einer der größten Freiluftmärkte der Stadt, mittwochs von 8 bis 14 Uhr und samstags von 8 bis 16 Uhr, mit vielen Ständen zum Essen vor Ort. U-Bahnhof Nollendorfplatz (U1, U2, U3, U4). An Feiertagen findet er nicht statt.
  • Der Flohmarkt im Mauerpark, sonntags: zwischen den Trödelständen auch Streetfood-Theken.

Küchen der Welt: vietnamesisch, türkisch und vegetarisch

Berlin hat sehr viele vietnamesische Restaurants, unter anderem ein Erbe der Vertragsarbeiter, die aus Vietnam in die DDR kamen. Das Dong Xuan Center, Herzbergstraße 128-139, 10365 Berlin, in Lichtenberg, ist der größte asiatische Großmarkt Deutschlands: sechs Hallen mit Geschäften, Lebensmittelhändlern und kleinen vietnamesischen Restaurants. Geöffnet Montag und Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr; dienstags geschlossen. Die Straßenbahnen M8 und 21 halten vor dem Haupteingang.

Die türkische Küche ist über den Döner hinaus in Kreuzberg und Neukölln allgegenwärtig: Gözleme (gefüllte Teigfladen), Lahmacun, Gegrilltes und Sirupgebäck. Berlin gehört außerdem zu den Städten Europas, in denen man am leichtesten vegetarisch oder vegan isst: Die meisten Restaurants kennzeichnen diese Gerichte auf der Karte, und viele Imbisse bieten veganen Döner oder vegane Currywurst an.

Praktische Tipps zum Essen in Berlin

  • Bargeld: Viele Imbisse, Bäckereien und Kneipen nehmen nur Bargeld oder verlangen einen Mindestbetrag für Kartenzahlung. Haben Sie Münzen und kleine Scheine dabei.
  • Trinkgeld: Im Restaurant nennt man beim Bezahlen den Gesamtbetrag einschließlich Trinkgeld, statt Münzen auf dem Tisch zu lassen. Unser Führer Bezahlen in Berlin erklärt die Gepflogenheiten.
  • Essenszeiten: Die Berliner essen früh zu Abend, oft ab 18 oder 19 Uhr. Viele Küchen schließen gegen 22 Uhr, Imbisse haben aber lange geöffnet, manche bis in die frühen Morgenstunden.
  • Sonntag: Die Supermärkte sind geschlossen. Es bleiben die Spätis, die morgens geöffneten Bäckereien und die Lebensmittelgeschäfte in den großen Bahnhöfen.
  • Reservierung: abends und am Wochenende in bekannten Traditionslokalen nötig; bei Imbissen und Markthallen überflüssig.

Was man wo isst: die Adressen im Überblick

Lokal Spezialität Anschrift Öffnungszeiten
Konnopke's Imbiss Currywurst Schönhauser Allee 44B, 10435 Berlin Dienstag-Freitag 11-18 Uhr, Samstag 12-19 Uhr
Curry 36 Currywurst Mehringdamm 36, 10961 Berlin Täglich 9-5 Uhr
Mustafa's Gemüse Kebap Gemüsedöner Mehringdamm, 10961 Berlin Montag-Donnerstag und Sonntag 10-23:30 Uhr, Freitag 13-1:30 Uhr, Samstag 10-1:30 Uhr
Zur letzten Instanz Berliner Küche Waisenstraße 14-16, 10179 Berlin Montag-Donnerstag ab 17:30 Uhr, Freitag-Samstag ab 12 Uhr, sonntags geschlossen
Markthalle Neun Markthalle, Street Food Thursday Eisenbahnstraße 42/43, 10997 Berlin Montag-Samstag, donnerstags bis 22 Uhr
Winterfeldtmarkt Freiluftmarkt Winterfeldtplatz, 10781 Berlin Mittwoch 8-14 Uhr, Samstag 8-16 Uhr
Dong Xuan Center Vietnamesische Küche Herzbergstraße 128-139, 10365 Berlin 10-20 Uhr, dienstags geschlossen

Öffnungszeiten mit Stand Oktober 2026. Imbisse und Märkte können an Feiertagen und im Winter früher schließen.

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Wer Currywurst, Döner und Markt an einem Tag verbinden möchte, findet in unserem Führer zu Kreuzberg Curry 36, Mustafa's, die Markthalle Neun und den Türkischen Markt. Unser Führer zum Budget in Berlin hilft, die Kosten für das Essen einzuplanen, und unser Führer Bezahlen in Berlin erklärt, wann Bargeld nötig ist. Zum Abschluss des Abends lesen Sie unseren Führer Berlin bei Nacht.